Video · 9:07 Min.

Energieausweis Altbau: So wird die Klasse besser

Im Video erfahren Sie, warum Altbauten oft schlecht eingestuft werden, wie Nachweise die Energieklasse verbessern und wie der Ausweis aus der Ferne entsteht.

Für: Eigentümer von Altbauten in Bremen und Bremerhaven · Veröffentlicht am 22. Juli 2026

Dieses Video zeigt den Rechtsstand vom 22. Juli 2026. Seit 29. Juli 2026 gilt das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, bis Juli 2026 Gebäudeenergiegesetz). Den aktuellen Stand finden Sie im Artikel zum Video.

Kapitel

  1. 0:00 Schock beim Energieausweis
  2. 1:32 Altbau und Bedarfsausweis
  3. 2:30 Falle Pauschalwerte
  4. 3:31 Beispiele aus Bremen
  5. 5:25 Denkmal und Checkliste
  6. 6:22 Sanieren oder verkaufen
  7. 7:12 Ausweis aus der Ferne
Energieausweis für alte Häuser

Transkript

Also, stellt euch mal Folgendes vor. Ihr wollt euer geliebtes Haus verkaufen. Ihr öffnet endlich diesen Energieausweis. Und Schockstarre. Auf dem Papier ist euer Haus plötzlich ein absoluter Energiefresser.

Naja, und wir wissen alle, was das für den Immobilienwert bedeutet, oder? Eine absolute Vollkatastrophe. Aber hey, hallo und willkommen zu diesem Erklärer. Heute zeige ich euch nämlich, wie ihr genau dieser miesen Falle entkommt.

Wir knöpfen uns heute mal den Energieausweis für Altbauten so richtig vor. Und glaubt mir, wenn ihr ein älteres Haus besitzt, ist das, was wir jetzt besprechen, wortwörtlich wahres Geld wert.

Also, seid ihr bereit? Lasst uns direkt loslegen. Bäm! Da steht's dann schwarz auf weiß, oder besser gesagt, knallrot. 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter und ja, Energieklasse H.

Das ist heutzutage auf dem Markt einfach der absolute Tabubereich für Käufer. Und jetzt kommt der eigentliche Hammer. Genau diese katastrophale Note bekommen klassische unsanierte Häuser oft komplett standardmäßig verpasst, wenn man nicht höllisch aufpasst.

Das ist wie ein rotes Tuch für jeden Interessenten und drückt euren Preis sofort massiv in den Keller. Aber Moment mal. Heißt ein altes Haus denn wirklich automatisch, dass es eine energetische Katastrophe ist?

Müsst ihr so eine fiese, rote Klasse H einfach schlucken, nur weil eure Wände schon ein bisschen Geschichte geatmet haben? Ganz klares, lautes Nein. Ein Altbau ist absolut nicht zu so einer schlechten Bewertung verdammt.

Ihr müsst eigentlich nur das ziemlich perfide System hinter dieser ganzen Berechnung verstehen. Und das beginnt, ob ihr es glaubt oder nicht, mit einem einzigen, ganz bestimmten Datum.

Okay. Definieren wir erstmal, was das Gesetz eigentlich meint, wenn es von einem Altbau spricht. Die magische Grenze hier lautet 1. November 1977. Wurde euer Bauantrag davor gestellt?

Und, zweite Bedingung, hat das Haus weniger als fünf Wohnungen? Tja, dann zwingt euch der Gesetzgeber zu einem strengen, sehr detaillierten sogenannten Bedarfsausweis.

Da gibt es dann keine Wahlfreiheit mehr. Klingt im ersten Moment vielleicht nach einer furchtbar harten Prüfung, ist aber in Wahrheit eure allergrößte Chance, den Wert zu retten.

Die schonungslose Realität der Standardbewertung trifft nämlich echt fast jeden. Ganz egal, ob das jetzt ein prachtvoller Altbau von vor 1918 mit riesigen, hohen Decken ist, diese typischen dünnen Wände aus der Zwischenkriegszeit oder Hohlblockbauten bis 77.

Ohne echte Sanierungsnachweise landet hier unweigerlich tief im roten Bereich. Wir sehen das hier in Bremen wirklich ständig. Ob beim klassischen Altbremerhaus in der östlichen Vorstadt oder bei den ganzen Siedlungshäusern in der Pfarr.

Das System straft euch eiskalt ab, wenn ihr da unvorbereitet reingeht. Und genau hier, Leute, lauert die ultimative Falle. Die sogenannten gesetzlichen Pauschalwerte.

Wenn dem Energieberater nämlich Dokumente fehlen, muss er gezwungenermaßen mit diesen staatlichen Standardwerten rechnen. Und ich sag's euch, die sind brutal konservativ.

Das System nimmt einfach immer den absoluten Worst Case an. Die einzige Rettung aus dieser Nummer, dokumentierte Beweise. Die sind eure ultimative Superwaffe gegen diese rote Einstufung.

Ohne Papiere seid ihr diesen miesen Pauschalwerten völlig schutzlos ausgeliefert. Lasst uns mal über ein perfektes Beispiel sprechen. Die 1958 Wandfalle. Stellt euch vor, ihr habt ein Haus von 1958.

Ihr habt 95 richtig Geld in die Hands genommen und eine teure Kerndämmung einblasen lassen. Top, oder? Falsch. Wählt euch der alte Beleg oder die Handwerkerrechnung dafür, zählt diese Dämmung für die offizielle Berechnung exakt null.

Gar nichts. Ohne dieses Stück Papier ist eure teure Sanierung praktisch ein Geist. Ihr verbrennt beim Verkauf literally bares Geld, nur wegen ein paar fehlender Zettel.

Machen wir das Ganze mal ein bisschen greifbarer, an einem echten Fall aus Bremen. Typisches Siedlungshaus aus den 60er Jahren drüben in Hochding. Das Ding war teilsaniert, neue Fenster irgendwann mal ins Erdgeschoss gepackt, das Dach in den 90ern gedämmt, Gasheizung von 2005.

Der Eigentümer war sich zu 100 Prozent sicher. Das gibt garantiert eine miese Note, weil ich einfach nicht alles perfekt in dicken Aktenordnern sortiert habe. Und genau hier zeigt sich die schiere Macht der richtigen Strategie.

Mit den Standardpauschalwerten wäre dieses Haus gnadenlos in Energieklasse G abgestürzt. Aber wir haben mal ein bisschen in den alten Ordnern gegraben. Und siehe da, vergilbte Rechnungen fürs Dach gefunden, die U-Werte der Fenster aus den 2000ern nachgewiesen, ein sauberes Foto vom Typenschild der Heizung gemacht, der absolute Aha-Moment kam dann.

Nur durch diese super simplen Belege katapultierte sich das Haus von einem desaströsen G direkt ins grüne E. Das ist ein massiver Gewinnsprung für den Marktwert, Leute.

Nächster Fall ein echter Klassiker. Ein wunderschönes Alt-Bremer-Haus in Schwachhausen. Traumhafte Gründerzeitsubstanz, herrliche hohe Decken, ihr kennt das. Aber bei genau diesen Häusern gibt es ganz oft ein völlig chaotisches Sammelsurium an Heiztechnik.

Gas-Etagen-Heizungen unterschiedlichsten Alters, kreuz und quer auf diversen Stockwerken verteilt. Hier wird es wirklich extrem kritisch. Und wisst wir, warum man hier exakt dokumentieren muss, was wo arbeitet?

Weil die Mathematik dahinter absolut keine Gnade kennt. Denn das Zauberwort bei der ganzen Rechnung heißt Primärenergiefaktor. Gas geht da mit einem relativ moderaten Faktor von 1,1 in die Rechnung ein.

Habt ihr aber irgendwo noch alte Elektro-Nachtspeicheröfen im Haus rumstehen, knallt euch das System direkt einen Faktor von 1,8 rein. Das reißt eure komplette Bewertung sofort in den Abgrund.

Keine Chance. Wenn ihr verkaufen oder vermieten wollt, ist der Austausch von diesen Nachtspeichern euer allergrößter Hebel. Vor allem, weil die KfW dafür derzeit satte Zuschüsse von 30 bis 70 Prozent raushaut.

So, und jetzt kommt ein Fakt, da müsst ihr euch festhalten. Den kennen unfassbar viele Eigentümer und sogar gestandene Makler einfach gar nicht. § 79 des Gebäudeenergiegesetzes sagt nämlich klipp und klar, für eingetragene Baudenkmäler besteht schlichtweg keine Pflicht für einen Energieausweis.

Null. Steht euer Haus formell auf der Denkmalliste, dann seid ihr von diesem ganzen bürokratischen Stress komplett befreit. Das ist ein so unglaublicher Vorteil, den muss man zwingend auf dem Schirm haben.

Für alle anderen von euch gilt jetzt aber, werdet aktiv, plündert eure Aktenschränke, durchwühlt den Keller. Das hier ist ab sofort eure Überlebens-Checkliste. Handy raus, ab in den Heizungskeller, Typenschild der Heizung und das Schornsteinfegerprotokoll abfotografieren.

Sucht wirklich jede einzelne Rechnung für Dach, Keller oder Fassadendämmungen. Checkt eure Fensterfalze nach den UG-Werten. Ihr habt keine Baupläne zur Hand? Gar kein Problem, das Bauarchiv Bremen hat sie.

Glaubt mir, jeder einzelne dieser Zettel ist pures Gold für euren Hauswert. Das führt uns natürlich unweigerlich zu einer extrem dringenden Frage. Einer Frage, die wirklich unzähligen Eigentümern da draußen schlaflose Nächte bereitet.

Soll ich jetzt echt noch schnell zehntausende Euro in eine Dämmung oder eine nagelneue Heizung stecken, kurz bevor ich das Haus verkaufe, nur um diesen Ausweis aufzuhübschen?

Die rein wirtschaftliche Antwort darauf ist eigentlich glasklar. Verkauft ihr in den nächsten Monaten. Dann stopp. Nicht mehr sanieren. Lasst den Ausweis einfach mit allen gesammelten Belegen korrekt im jetzigen Ist-Zustand erstellen.

Überlasst die BEG-Fördermittel lieber dem neuen Käufer, der kann sich das dann ganz nach seinen eigenen Wünschen durchplanen. Wollt ihr das Haus aber langfristig vermieten?

Komplett anderes Spiel. Prüft in dem Fall sofort den Heizungstausch. Das drückt die Nebenkosten drastisch und macht euer Objekt auf dem Markt sofort unschlagbar attraktiv.

So, Zeit, einen echt hartnäckigen Mythos ein für allemal zu zerstören. Viele von euch glauben wahrscheinlich, ein Energieberater muss zwingend persönlich mit dem Klemmbrett durch euer Haus laufen, jeden Winkel prüfen, vor Ort sein.

Das kostet unfassbar viel Zeit, strapaziert die Nerven und kostet vor allem richtig viel Geld für die Anfahrts. Aber, Hand aufs Herz, stimmt das überhaupt? Ganz klares Nein.

Paragraf 83 des Gebäude-Energie-Gesetzes ist hier nämlich euer bester Freund. Der erlaubt ganz ausdrücklich, dass er selbst als Eigentümer die Daten bereitstellt.

Der Aussteller prüft eure Angaben dann quasi nur noch auf Plausibilität. Das heißt im Klartext, eine Zertifizierung aus der Ferne, rein basierend auf euren Fotos und Dokumenten, ist zu 100% legal.

Völlig rechtssicher und um ein Vielfaches schneller. Dieser nervige, teure Vor-Ort-Termin fällt komplett weg. So lächerlich einfach ist der Weg zu eurem optimierten Ausweis wirklich.

Schaut mal. Erstens, die Unterlagen aus unserer Checkliste zusammensuchen. Zweitens, Fotos machen und einfach einsenden. Drittens, ein super kurzes Telefonat mit dem Experten, falls es noch offene Fragen gibt.

Und viertens, ihr haltet euer komplett rechtssicheres, top-optimiertes Dokument in nur 24 Stunden in den Händen. Kein Stunden-Honorar-Roulette, bei dem ihr am Ende nicht wisst, was es kostet.

Fester Preis, 299 Euro fürs Einfamilienhaus, 399 Euro fürs Mehrfamilienhaus. Das war's. Also Leute, lasst euer Haus auf gar keinen Fall schlechter dastehen, als es in Wahrheit ist.

Diese gesetzlichen Pauschalwerte sind eine absolute Falle. Aber, hey, ihr habt jetzt den Schlüssel, um sie extrem elegant zu umgehen. Überlasst ihr den Wert eurer Immobilie wirklich dem Zufall?

Oder nehmt ihn ab heute einfach selbst in die Hand. Holt euch eure Best-Case-Optimierung und rettet damit eure Energieklasse. Geht am besten jetzt sofort auf energiepassbremen.de oder ruft direkt durch unter 0421 6689 4123.

Wartet nicht auf den Käufer, der euch den Preis drückt. Handelt jetzt!

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