Wohngebäude

Was braucht man für die Erstellung eines Energieausweises Wohngebäude?

Stephan Grosser - Immobilienexperte in Bremen
Stephan Grosser Immobilienexperte für Energieausweise seit 2018

Für die Erstellung eines Energieausweises für Wohngebäude benötigen Sie: Verbrauchsdaten der letzten 3 Jahre (Heizkosten, Warmwasser, Strom), Gebäudedaten (Adresse, Baujahr, Wohnfläche, Wohneinheiten) und technische Informationen (Heizungstyp, Bauweise). Für Verbrauchsausweise reichen Verbrauchsdaten, für Bedarfsausweise werden zusätzlich Baupläne und Details zur Gebäudehülle benötigt. Je vollständiger die Unterlagen, desto schneller und genauer die Erstellung.

Die rechtzeitige Bereitstellung aller notwendigen Unterlagen beschleunigt die Erstellung des Energieausweises erheblich. Ein Energieausweis für ein Einfamilienhaus kostet bei mir 299 EUR zum Festpreis, für ein Mehrfamilienhaus 399 EUR. In diesem Artikel erhalten Sie eine vollständige Checkliste — und ich erkläre, was passiert, wenn bestimmte Unterlagen nicht vorhanden sind.

Welcher Ausweistyp bestimmt die Unterlagen

Bevor Sie Unterlagen zusammenstellen, sollten Sie wissen, welchen Ausweistyp Sie benötigen. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) unterscheidet zwischen Verbrauchsausweis und Bedarfsausweis. Für Wohngebäude mit bis zu vier Wohneinheiten und einem Bauantrag vor dem 1. November 1977, die nicht mindestens auf das Niveau der Wärmeschutzverordnung 1977 nachgerüstet wurden, ist der Bedarfsausweis Pflicht. Für alle anderen Wohngebäude haben Sie die freie Wahl.

Der Unterschied für Sie als Eigentümer: Für den Verbrauchsausweis benötige ich hauptsächlich Ihre Heizkostenabrechnungen. Für den Bedarfsausweis brauche ich zusätzlich Details zur Gebäudesubstanz — also Angaben zur Dämmung, den Fenstern und der Heizungsanlage. Wenn Sie unsicher sind, welcher Ausweis für Ihre Immobilie der richtige ist, berate ich Sie gerne.

Unterlagen für den Verbrauchsausweis

Verbrauchsdaten (3 zusammenhängende Jahre)

Das GEG schreibt vor, dass der Verbrauchsausweis auf den Energieverbrauchsdaten von mindestens drei aufeinanderfolgenden Abrechnungsperioden basieren muss. Dabei ist wichtig, dass die Perioden lückenlos sind — ein fehlendes Jahr in der Mitte reicht nicht aus.

Erforderlich:

  • Heizkostenabrechnungen (Gas, Fernwärme)
  • Warmwasserkosten (falls zentral bereitgestellt)
  • Stromrechnungen (bei elektrischer Heizung, Wärmepumpe oder Nachtspeicherofen)
  • Brennstofflieferungen mit Mengen und Daten (bei Öl-, Pellet- oder Holzheizung)

Format: Kopien oder Scans reichen völlig aus. Wichtig ist, dass die Dokumente lesbar sind und die Abrechnungszeiträume vollständig abgedeckt sind. Bei Ölheizungen ist es hilfreich, Tankfüllstände zum Jahresanfang und -ende zu kennen, falls keine vollständigen Lieferscheine vorliegen.

Gebäudedaten

Neben den Verbrauchsdaten benötige ich grundlegende Informationen zum Gebäude selbst:

Grundinformationen:

  • Straße, Hausnummer, PLZ und Ort
  • Baujahr des Gebäudes (bzw. Datum des Bauantrags)
  • Wohnfläche in m² — hier erkläre ich, was genau dazugehört
  • Anzahl der Wohneinheiten
  • Gebäudetyp (freistehend, Doppelhaushälfte, Reihenhaus)

Optional, aber hilfreich:

  • Baupläne oder Grundrisse
  • Kaufvertrag (enthält oft Baujahr und Wohnfläche)
  • Frühere Energieausweise (geben wertvolle Vergleichswerte)
  • Modernisierungsnachweise (Heizungstausch, Fenstertausch, Dachdämmung)

Unterlagen für den Bedarfsausweis

Der Bedarfsausweis erfordert deutlich mehr Informationen, weil hier die energetische Qualität des Gebäudes selbst berechnet wird — nicht nur der tatsächliche Verbrauch.

Baupläne und Gebäudegeometrie

Baupläne (falls vorhanden):

  • Grundrisse aller Geschosse mit Maßen
  • Schnitte (zeigen Geschosshöhen und Dachneigung)
  • Ansichten (zeigen Fenstergrößen und -positionen)
  • Dachkonstruktion und Dachneigung

Falls keine Baupläne vorhanden sind, ist das kein Ausschlussgrund. Ich kann die relevanten Maße bei einer Vor-Ort-Überprüfung selbst aufnehmen. Das dauert je nach Gebäudegröße 30 bis 60 Minuten.

Details zur Gebäudehülle

Die Gebäudehülle ist der wichtigste Faktor bei der Bedarfsberechnung:

  • Außenwände: Wandaufbau, Wanddicke, Dämmstärke und Dämmmaterial
  • Fenster: Verglasung (Einfach-, Doppel-, Dreifachglas), Rahmentyp (Holz, Kunststoff, Alu), ungefähres Einbaujahr
  • Dach: Art der Dämmung, Dachstuhl (ausgebaut oder unausgebaut), Dachdämmung zwischen oder auf den Sparren
  • Keller: Kellerdeckendämmung, Kellerwände (gedämmt oder ungedämmt), beheizter oder unbeheizter Keller

Tipp: Wenn Sie nicht wissen, ob und wie Ihr Gebäude gedämmt ist — das ist völlig normal. Gerade bei Bestandsgebäuden aus den 1960er- und 1970er-Jahren liegen diese Informationen selten schriftlich vor. Bei der Vor-Ort-Überprüfung kann ich die Bausubstanz anhand typischer Bauweisen der jeweiligen Epoche einschätzen.

Technische Anlagen

Heizungsanlage:

  • Heizungsart (Gas-Brennwert, Öl, Wärmepumpe, Fernwärme, Pellets)
  • Hersteller und Modell (steht auf dem Typenschild)
  • Baujahr oder Einbaudatum
  • Nennleistung in kW

Warmwasserbereitung:

  • Zentral (über die Heizung) oder dezentral (Durchlauferhitzer)
  • Speichergröße, falls vorhanden

Weitere Anlagen:

  • Lüftungsanlage (falls vorhanden)
  • Solaranlage (Solarthermie oder Photovoltaik)
  • Kaminofen oder Pelletofen als Zusatzheizung

Wenn Unterlagen fehlen

In der Praxis erlebe ich es häufig, dass nicht alle Unterlagen vollständig vorliegen — besonders bei älteren Gebäuden, bei Erbimmobilien oder nach einem Eigentümerwechsel. Das ist kein Problem.

Meine Lösung: Bei einem Bedarfsausweis führe ich eine Vor-Ort-Erfassung durch, bei der ich fehlende Informationen selbst erhebe. Ich kann anhand des Baujahrs, der Bauweise und sichtbarer Details (Putzstärke, Fenstertyp, Heizungsanlage) die relevanten Kennwerte ermitteln oder fachgerecht schätzen.

Wichtig: Bei meinen Festpreisen (299 EUR für Einfamilienhäuser, 399 EUR für Mehrfamilienhäuser) ist der Vor-Ort-Termin im Raum Bremen und Umgebung bereits inklusive. Es entstehen keine versteckten Zusatzkosten, wenn Unterlagen fehlen.

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Checkliste zum Ausdrucken

Für Verbrauchsausweis

  • Heizkostenabrechnungen (3 zusammenhängende Jahre)
  • Warmwasserkosten (falls zentral)
  • Stromrechnungen (bei Heizstrom/Wärmepumpe)
  • Brennstofflieferungen mit Mengenangaben (bei Öl/Pellets)
  • Adresse und Baujahr des Gebäudes
  • Wohnfläche in m²
  • Anzahl Wohneinheiten

Für Bedarfsausweis zusätzlich

  • Baupläne/Grundrisse (falls vorhanden)
  • Angaben zu Außenwanddämmung (Material, Stärke)
  • Fensterdetails (Verglasung, Rahmen, Einbaujahr)
  • Dachdämmung (Art und Stärke)
  • Kellerangaben (beheizt/unbeheizt, Dämmung)
  • Heizungsunterlagen (Typ, Baujahr, Typenschild)
  • Warmwasserbereitung (zentral/dezentral)
  • Solaranlage oder sonstige Technik (falls vorhanden)

Unterlagen beschaffen: Wo finden Sie was?

Viele Eigentümer fragen mich, wo sie die benötigten Unterlagen überhaupt finden. Hier eine Übersicht der wichtigsten Quellen:

Verbrauchsdaten:

  • Energieversorger: Jahresabrechnungen für Gas und Strom (auch online im Kundenportal)
  • Hausverwaltung: Bei Mehrfamilienhäusern liegen die Heizkostenabrechnungen dort
  • Eigenarchive: Öllieferungen, Pelletlieferungen, alte Rechnungen
  • Schornsteinfeger: Kann bei Gasheizungen Verbrauchswerte aus dem Messprotokoll nennen

Gebäudedaten:

  • Kaufvertrag: Enthält Baujahr, Wohnfläche, Grundstücksgröße
  • Bauakte beim Bauamt: Hier liegen Baupläne und Baugenehmigungen (kostet meist 20-50 EUR Einsicht)
  • Grundbuchauszug: Bestätigt Eigentumsverhältnisse
  • Vorheriger Eigentümer/Vermieter: Kann technische Details kennen

Technische Daten:

  • Heizungsbauer/Installateur: Kennt oft Typ und Alter der Anlage
  • Typenschild der Heizung: Direkt am Gerät (Hersteller, Modell, Baujahr, Leistung)
  • Wartungsverträge: Enthalten Angaben zur Heizungsanlage
  • Schornsteinfeger-Protokoll: Dokumentiert Heizungsart und Messwerte

Alle Informationen zu Energieausweisen für Wohngebäude finden Sie auf meiner Übersichtsseite.

Häufige Fragen

Was wenn ich keine 3 Jahre Verbrauchsdaten habe? Wenn keine drei zusammenhängenden Jahre an Verbrauchsdaten vorliegen — zum Beispiel bei Neubauten, nach Leerstand oder nach einem Heizungstausch — kann kein Verbrauchsausweis erstellt werden. In diesem Fall benötigen Sie einen Bedarfsausweis, der unabhängig von Verbrauchsdaten arbeitet.

Müssen Unterlagen original sein? Nein, Kopien oder Scans reichen vollständig aus. Auch Fotos von Heizkostenabrechnungen per Smartphone sind akzeptabel, solange alle Zahlen lesbar sind. Sie können mir die Unterlagen einfach per E-Mail, WhatsApp oder über den Rechner zusenden.

Was kostet es, wenn Unterlagen fehlen? Bei meinen Festpreisen ist der Vor-Ort-Termin im Raum Bremen inklusive — es entstehen keine Zusatzkosten, wenn Unterlagen fehlen. Einen vollständigen Kostenüberblick finden Sie in meinem Artikel Energieausweis Kosten.

Wie schnell bekomme ich den fertigen Energieausweis? Nach Eingang aller Unterlagen erstelle ich den Energieausweis in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Sie erhalten ihn als PDF per E-Mail — DIBt-registriert und 10 Jahre gültig. Bei Vor-Ort-Terminen vereinbaren wir einen zeitnahen Termin.

Fazit

Vollständige Unterlagen beschleunigen die Erstellung Ihres Energieausweises erheblich. Aber auch wenn nicht alles vorliegt, ist das kein Hindernis: Fehlende Informationen zur Gebäudesubstanz kann ich bei einer Vor-Ort-Überprüfung selbst erfassen. Wichtig ist, dass Sie die Verbrauchsdaten (für den Verbrauchsausweis) oder Zugang zum Gebäude (für den Bedarfsausweis) bereitstellen — den Rest erledige ich.

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Haben Sie Fragen? Rufen Sie mich an: 0421 6689 4123 – ich berate Sie persönlich und unverbindlich.

Stephan Grosser – Ihr Experte für Energieausweise in Bremen und Umgebung, seit 2018

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