Wenn ich eines in meiner täglichen Arbeit immer wieder erlebe, dann ist es dieser Moment: Ein Eigentümer in Bremen will sanieren, hat vielleicht sogar schon Angebote eingeholt – aber keinen iSFP. Und verschenkt damit bares Geld. Nicht hundert Euro. Tausende.
In diesem Artikel zeige ich Ihnen die echten Kosten eines individuellen Sanierungsfahrplans in Bremen, wie viel Förderung Sie erhalten und warum sich der iSFP schon beim ersten Sanierungsprojekt bezahlt macht. Mit einem konkreten Rechenbeispiel, das die meisten Eigentümer überrascht.
Was kostet ein iSFP in Bremen? Die Preise im Überblick
Für einen individuellen Sanierungsfahrplan in Bremen müssen Sie mit folgenden Kosten rechnen:
| Gebäudetyp | Gesamtkosten | BAFA-Förderung (50 %) | Ihr Eigenanteil |
|---|---|---|---|
| Einfamilienhaus / Zweifamilienhaus | 2.500 € | max. 650 € | 1.850 € |
| Mehrfamilienhaus (ab 3 WE) | 3.500–4.000 € | max. 850 € | ca. 2.650 € |
Bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) gibt es einen zusätzlichen Zuschuss von 250 € für die Vorstellung des Sanierungsfahrplans in der Eigentümerversammlung.
1.850 € Eigenanteil für ein Einfamilienhaus – das klingt erst einmal nach einer spürbaren Investition. Aber warten Sie ab, bis Sie die Gegenrechnung sehen.
Warum der iSFP so viel kostet – und warum das gerechtfertigt ist
Ein individueller Sanierungsfahrplan ist kein Formular, das jemand in einer Stunde ausfüllt. Der iSFP erfordert 10 bis 20 Stunden qualifizierter Arbeit durch einen in der dena-Expertenliste eingetragenen Energieeffizienz-Experten. Das umfasst:
Vor-Ort-Begehung und Datenerfassung – Ihr Gebäude wird physikalisch modelliert. Jedes Bauteil der thermischen Hülle, jede Heizungskomponente wird erfasst und berechnet. Das ist etwas grundlegend anderes als ein Verbrauchsausweis, der nur Ihre Heizkostenabrechnung abbildet.
Berechnungen und Varianten – Der Experte berechnet Energiebilanz, Transmissionswärmeverluste und Anlagenaufwandszahlen nach DIN V 18599. Darauf aufbauend werden verschiedene Maßnahmenpakete geschnürt und gegeneinander verglichen.
Ihr persönlicher Fahrplan – Das Ergebnis besteht aus zwei Dokumenten: Der “Mein Sanierungsfahrplan” für Sie als Eigentümer mit klaren Grafiken und Kosten. Und die “Umsetzungshilfe” für Handwerker und Fachplaner mit U-Werten, Schichtdicken und technischen Spezifikationen.
15 Jahre Gültigkeit – Der iSFP begleitet Sie anderthalb Jahrzehnte. Sie können die empfohlenen Maßnahmen schrittweise umsetzen und erhalten jedes Mal den vollen Förderbonus.
Die BAFA-Förderung: So reduzieren Sie Ihre Kosten um die Hälfte
Das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) übernimmt 50 % der Beratungskosten. Seit August 2024 gelten diese Obergrenzen:
- EFH/ZFH: max. 650 € Zuschuss
- MFH (ab 3 WE): max. 850 € Zuschuss
Wichtig – und das sage ich jedem Kunden: Der BAFA-Antrag muss vor der Beauftragung gestellt werden. Wer zuerst den Energieberater beauftragt und dann den Antrag stellt, bekommt keinen Cent. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar.
Der Ablauf in der Praxis: Sie stellen den Antrag online beim BAFA, warten auf die Bewilligung, beauftragen dann den Energieeffizienz-Experten und erhalten nach Abschluss die Förderung direkt auf Ihr Konto.
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Der eigentliche Grund, warum Sie einen iSFP brauchen: Die Förder-Mathematik
Jetzt wird es spannend. Die 1.850 € Eigenanteil sind nicht der Punkt. Der Punkt ist, was ohne iSFP passiert – oder besser: was Ihnen ohne iSFP entgeht.
Der iSFP-Bonus: +5 Prozentpunkte auf jede Maßnahme
Wenn Sie eine Sanierungsmaßnahme umsetzen, die in Ihrem iSFP empfohlen wurde, steigt der BEG-Fördersatz um 5 Prozentpunkte. Konkret:
- Fenstertausch ohne iSFP: 15 % Förderung
- Fenstertausch mit iSFP: 20 % Förderung
Bei 30.000 € Investition sind das 1.500 € mehr Zuschuss – allein durch den Bonus.
Der Gamechanger: Verdopplung der förderfähigen Kosten
Noch wichtiger als der 5 %-Bonus ist die Anhebung der Kappungsgrenze:
- Ohne iSFP: Maximal 30.000 € förderfähige Kosten pro Wohneinheit und Jahr
- Mit iSFP: Die Grenze verdoppelt sich auf 60.000 € pro Wohneinheit und Jahr
Das klingt abstrakt. Lassen Sie mich das an einem echten Beispiel durchrechnen.
Rechenbeispiel: 2.500 € gespart – beim ersten Projekt
Nehmen wir ein typisches Bremer Einfamilienhaus, Baujahr 1975, ungedämmt. Geplant sind Außenwanddämmung und Fenstertausch für 50.000 €.
| Ohne iSFP | Mit iSFP | |
|---|---|---|
| Förderfähige Kosten | gedeckelt auf 30.000 € | volle 50.000 € |
| Fördersatz | 15 % | 20 % (inkl. Bonus) |
| Zuschuss vom BAFA | 4.500 € | 10.000 € |
| Kosten iSFP (Eigenanteil) | — | 2.000 € |
| Ihr Eigenanteil gesamt | 45.500 € | 42.000 € |
Ergebnis: Sie sparen 3.500 € netto. Und der iSFP gilt noch 14 weitere Jahre. Jede weitere Maßnahme – Dach, Heizung, Lüftung – profitiert erneut vom Bonus und der höheren Kappungsgrenze.
Über die gesamte Laufzeit des iSFP können Sie pro Jahr 60.000 € förderfähig investieren. Bei 20 % Förderung sind das 12.000 € Zuschuss pro Jahr – statt 4.500 € ohne iSFP. Das ist ein gewaltiger Unterschied.
Was beeinflusst die Kosten Ihres iSFP?
Nicht jeder Sanierungsfahrplan kostet gleich viel. Die wesentlichen Faktoren:
Gebäudegröße und Komplexität – Ein Einfamilienhaus mit Standardgrundriss ist schneller erfasst als ein verwinkelt angebauter Altbau mit drei verschiedenen Heizsystemen. Mehr Fläche und mehr Bauteile bedeuten mehr Aufwand.
Gebäudealter – Bei Altbauten vor 1979 fehlen oft Unterlagen zu Wandaufbauten und Dämmstärken. Der Experte muss mehr recherchieren und teilweise Annahmen treffen, die er sorgfältig begründen muss.
Denkmalschutz – In Bremer Stadtteilen wie Schwachhausen, dem Viertel oder der Altstadt gibt es viele denkmalgeschützte Gebäude. Hier sind denkmalkonforme Lösungen gefragt, was den Planungsaufwand erhöht.
Qualität des Anbieters – Der günstigste Anbieter ist nicht immer der beste. Achten Sie darauf, dass Ihr Experte in der dena-Expertenliste eingetragen ist und die Maßnahmen wirklich auf Ihr Gebäude optimiert.
Mein Praxis-Tipp: So holen Sie das Maximum aus Ihrem iSFP
Aus meiner Erfahrung mit Hunderten von Energieausweisen und Sanierungsprojekten in Bremen kann ich Ihnen drei Dinge empfehlen:
Erstens: Bereiten Sie Ihre Unterlagen vor. Grundrisse, Heizungsunterlagen, Schornsteinfegerprotokolle und etwaige Dämmnachweise beschleunigen die Beratung und sparen dem Experten Recherchezeit.
Zweitens: Denken Sie in “Sowieso-Maßnahmen”. Wenn der Putz ohnehin erneuert werden muss, sind die Mehrkosten für eine Außenwanddämmung durch Förderung und Energieeinsparung oft mehr als gedeckt. Der iSFP hilft Ihnen, solche Gelegenheiten systematisch zu erkennen.
Drittens: Nutzen Sie auch die steuerliche Absetzbarkeit. Bei vermieteten Immobilien sind die iSFP-Kosten als Werbungskosten absetzbar. Bei Eigennutzung können Sie die Kosten als haushaltsnahe Dienstleistung geltend machen.
Alle Informationen zum individuellen Sanierungsfahrplan finden Sie auf meiner Übersichtsseite zum iSFP. Wenn Sie sich für die Rolle von Energieberatern interessieren, lesen Sie auch meinen Artikel über BAFA- und KfW-Energieberater.
Häufig gestellte Fragen zu iSFP-Kosten in Bremen
Was kostet ein individueller Sanierungsfahrplan in Bremen?
Für ein Einfamilienhaus 2.500 €, für ein Mehrfamilienhaus 3.500–4.000 €. Nach der BAFA-Förderung von 50 % reduziert sich Ihr Eigenanteil auf 1.850 € (EFH) bzw. ca. 2.650 € (MFH).
Lohnt sich ein iSFP finanziell?
Eindeutig ja. Durch den iSFP-Bonus (+5 % auf BEG-Einzelmaßnahmen) und die Verdopplung der förderfähigen Kosten von 30.000 auf 60.000 € sparen Eigentümer schon beim ersten Sanierungsprojekt real ca. 2.500 €. Bei weiteren Maßnahmen über die 15-jährige Gültigkeit multipliziert sich dieser Vorteil.
Wie beantrage ich die BAFA-Förderung für den iSFP?
Den Antrag stellen Sie online beim BAFA – zwingend vor der Beauftragung des Energieberaters. Nach Bewilligung und Erstellung des iSFP erhalten Sie 50 % der Kosten zurück. Die Antragstellung selbst ist kostenlos.
Sind die Kosten für den iSFP steuerlich absetzbar?
Ja. Bei vermieteten Immobilien als Werbungskosten, bei Eigennutzung als haushaltsnahe Dienstleistung. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Steuerberater.
Gibt es versteckte Kosten?
Nein. Seriöse Anbieter arbeiten mit transparenten Festpreisen. Auch beim Sanierungsfahrplan setze ich auf Best-Case-Optimierung: Jede Maßnahme wird so geplant, dass Sie den bestmöglichen Förderbetrag erhalten.
Fazit
Die Kosten für einen iSFP in Bremen – 1.850 € Eigenanteil für ein Einfamilienhaus – sind keine Ausgabe, sondern eine Investition mit nachweisbarem Return. Wer ohne Sanierungsfahrplan saniert, verzichtet auf den 5 %-Bonus und die Verdopplung der Fördergrenzen. Das kann über die Laufzeit des iSFP zehntausende Euro Unterschied machen.
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